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Veröffentlicht am 07.04.2013 in Caminus

Für gemütliche Winterabende am Kamin

Für gemütliche Winterabende am Kamin

Mit dieser Methode gelingt das Anfeuern des Kaminofens kinderleicht und emissionsarm

Wer kennt das nicht? Man freut sich auf einen gemütlichen Abend vor dem heimischen Kaminofen. Doch anstatt die wohlige Wärme zu genießen, ärgert man sich über Qualm und Ruß im Ofeninneren. Das Holz will einfach nicht richtig brennen. Ärgerlich, aber es gibt Abhilfe.

Anfeuern ohne Qualm und Ruß

Mit einer neuen Anfeuermethode brennt das Holz kontrolliert von oben nach unten ab wie bei einer Kerze. Gase, die beim Abbrand entstehen, strömen nach oben in die heiße Flamme und verbrennen dort fast vollständig. Der Schadstoffausstoß des Feuers wird so deutlich gesenkt. Auch entsteht bei dieser Methode des Anfeuerns wesentlich weniger Rauch und Ruß – der Kaminofen bleibt sauber.

So funktioniert’s:

Schichten Sie nach Anleitung des Ofenbauers die Holzscheite im Feuerraum. Achten Sie darauf, dass zwischen den einzelnen Scheiten mindestens 1 cm Abstand ist. Die letzte Schicht bilden vier trockene Tannenholzscheite. Sie sollten einen Querschnitt von ca. 3 x 3 cm und eine Länge von ca. 20 cm haben. Die Tannenholzscheite werden über Kreuz auf die obersten Holzscheite gelegt. In die Mitte kommt eine Anzündhilfe, zum Beispiel in Wachs getränkte Holzwolle. Dieses „Anzündmodul“ ersetzt das sonst übliche Papier oder Karton, raucht dabei aber kaum. Nun brauchen Sie nur noch ein Zündholz und fertig ist Ihr umweltfreundliches, emissionsarmes Kaminfeuer. Ein Video dazu finden Sie auf YouTube.

Darauf sollten Sie noch achten:

  • Lesen Sie vor Inbetriebnahme Ihres Kaminofens die Betriebsanleitung.
  • Der Brennraum darf nicht überfüllt werden.
  • Zum Nachlegen nur Holzbriketts oder einzelne Scheite auf die starke Glut legen.
  • Das Feuer darf nicht gedrosselt werden.
  • Die Luftklappen des Kaminofens sollten erst geschlossen werden, wenn kaum mehr Glut sichtbar ist.
  • Den Kaminschieber erst schließen, wenn keine Glut mehr sichtbar ist.
  • Nicht vergessen: Der Kamin muss regelmäßig vom Schornsteinfeger gereinigt werden.

Weitere Tipps für erhalten Sie von Ihrem Schornsteinfeger.

Achtung:

Holz von Möbeln, Abbrüchen und Bau- stellen sowie Holz von Ein- und Mehrwegpaletten gehört nicht in den Kamin- ofen. Die zumeist behandelten Hölzer entwickeln beim Verbrennen gesundheitsschädigende Abgase und können außerdem Schäden an der Verbrennungsanlage verursachen.

Kleine Luftkunde für Kaminofenfans

Primärluft: Luft, die dem Ofen von unten durch den Ascherost zugeführt wird. Sie wird in der Anzündphase und bei der Verbrennung von Braun- und Steinkohle benötigt. Bei der Verbrennung von Holz wird nach der Anzündphase die Primärluftzufuhr geschlossen.

Sekundärluft: Verbrennungsluft, die dem Feuerraum im Flammenbereich zugeführt wird. Sie dient auch als sogenannte „Scheibenspülung“, sorgt also dafür, dass sich zwischen Scheibe und Abgasen ein Luftschleier bildet. Dieser verhindert ein Verrußen der Sichtscheibe.

Tertiärluft: Zusätzlich oder parallel zur Sekundärluft wird dem Kamin-ofen noch Tertiärluft durch spezielle Düsen im hinteren Brennraumbereich zugeführt. Die Tertiärluft dient der weiteren Verbesserung der Vermischung von Brenngas und Luft in der Vollbrandphase. Dadurch wird die Verbrennung emissionsärmer und somit auch umweltfreundlicher.